Ernährung

Fangen wir einmal bei der Ernährung der Katze an, wobei ich davon ausgehe, dass Sie sich ein Katzenkind ins Haus genommen haben. Der Züchter hat Ihnen gesagt, womit er seine Katzen füttert und Ihnen vielleicht auch für die Übergangszeit schon eine kleine Menge davon mitgegeben. Wenn nicht, sollten Sie sich mit der ent­sprechenden Futtersorte aus dem Fachmarkt eindecken. Junge Katzen reagieren leicht mit Durchfall auf einen Futterwechsel, darauf sollten Sie sich lieber vorbereiten. Das ist nichts Schlimmes, wenn es aber länger als zwei Tage anhält, sollte es schnellst­möglich behandelt werden, denn sonst verliert das Kätzchen zuviel Körper­flüs­sig­keit. Es muss nicht passieren, aber trotz der schönen Werbung, die verschiedene Hersteller für ihre Futtersorten machen, gibt es noch keines, das so zusammengesetzt ist, das Katzen den Wechsel zu einem anderen Produkt vollkommen problemlos verkraften.

Es gibt spezielle Sorten für Katzenkinder, in Dosen und als Trocken­futter. Sie können aber auch selbst eigenes Futter für das Kätzchen kochen, es gibt in der Literatur genügend Rezepte und Anleitungen und macht obendrein noch Spaß - wenn Sie gerne kochen. Aber sie können natürlich auch normales Futter wie für erwachsene Katzen verwenden, es dann aber besser mit gekochten Nudeln, Reis oder rohen Haferflocken „verlängern“, damit der Babymagen sich darauf einstellen kann. Meine Katzenbabys naschen nämlich auch gerne zusätzlich bei den Großen aus dem Napf und haben es bis jetzt gut vertragen, es sind keine so gra­vie­renden Unterschiede in der Zusammensetzung, das man etwas verkehrt machen kann. Auch Babyfertigbrei (kein Milchbrei) kann mit Dosen­futter vermengt werden, die Kleinen werden Ihnen schon zeigen, was und wie ihnen etwas am besten schmeckt! Trockenfutter kann auch eingeweicht gefüttert werden, aber es darf dann nicht matschig sein, eine gute halbe Stunde bis Stunde genügt, damit sich die Bröckchen mit Flüssigkeit voll gesogen und „Biss“ haben, sonst mögen sie es nicht so gern.

Verwöhnt:

Was die Katze in den ersten fünf bis sieben Monaten vorgesetzt bekommt und probieren kann, wird sie ihr Leben lang fressen, aber Vorsicht! Hier können auch Mäkelfritzen herangezogen werden; wenn sie nämlich einmal eine Sorte nicht so gern mag, weniger davon nimmt und wir es zu gut meinen, ihr die andere Sorte hinstellen, damit sie frisst, merkt sie sich das ganz schnell - und schon hat sie eine Lieblingsmarke, von der sie nur schwer wieder abzubringen ist! Einige sind natürlich immer wählerisch, aber ein gesundes Katzenkind nimmt normalerweise alles, was in „ihrer Nase“ gut riecht. Dabei muss gesagt werden, dass einige Futtersorten Lock- und Duftstoffe enthalten, so dass die Katze, angeregt durch den guten Duft, frisst und frisst und frisst.... und es dann wieder ausbricht, weil es zuviel war! Außerdem sind in diesem Futter oft Füllstoffe enthalten, die vom Körper gar nicht oder nur in geringem Maße verarbeitet werden können, so dass das meiste im Katzenklo landet. Man sollte schon auf qualitativ hochwertiges Futter achten, die Ernährung der Katze ist damit gesichert, sie frisst wirklich nur das, was sie zum Sattwerden braucht, das Futter wird in höherem Maße vom Körper ausgewertet und dement­spre­chend landet eben auch weniger Abfall im Katzenklo.

Man sollte sich vor Augen halten, dass so ein Katzenkind einen empfindlicheren Magen hat als die erwachsene Katze. Mit ungefähr 10 Monaten ist die Katze aber dann so weit, dass die Darmflora gut entwickelt ist und auf einen Futtersortenwechsel nicht mehr so schnell mit Durchfall reagiert.

Grundsätzlich sollten kein Schweinefleisch und kein rohes Geflügelfleisch gefüttert werden. Das eine nicht, weil die Gefahr einer Ansteckung mit der Schweinepest gegeben sein könnte, das andere nicht wegen der Salmo­nel­lengefahr. Auch stark gewürzte Speisen, vor allem mit Pfeffer, Senf oder Essig, haben auf dem Katzen­speise­plan nichts zu suchen.

Quark, Yoghurt, Käse und auch Butter können zugegeben werden, letztere aber bitte nur in kleinen Mengen. Mit der Zeit werden Sie dann schon selbst herausfinden, was Ihrer Katze schmeckt und was ihr bekommt, anson­sten finden Ihre Vierbeiner bestimmt eine Möglichkeit, es Ihnen auf ihre Art klar zu machen

Welches Katzenfutter???

Es gibt im Handel eine nahezu unendliche Auswahl an Katzenfutter.
Vom minderwertigsten Billig-Junk-Foot bis zu völlig überteuerten
Luxus Menüs reicht die Palette der Tierfachgeschäfte.
Was also kaufen???
Oft ist gutes Trockenfutter hochwertiger als Dosenfutter.
Manche Doseninhalte bringen es auf gerade mal 4% Fleischanteil.
Der Rest besteht aus Wasser, Schlachtabfällen und eingedicktem Soja, was man sehr leicht am Geruch der Katzentoilette erkennen kann, denn der Doseninhalt geht nahezu ungehindert seinen Weg durch die Katze. Es sollte einem schon zu denken geben, wenn nach dem “Genuss” einer 400g Dose Katzenfutter 300g als Stoffwechselendprodukt (übel riechend) in der Katzentoilette landen...
Besonders die gängigen Marken XY im Supermarkt schneiden im Preis-Leistungsverhältnis eher schlecht ab, da man den Fleischanteil (der oft auch nur aus Schlachtabfällen besteht) mit der Lupe suchen muss.

Darauf sollten Sie beim Futterkauf achten:

Hochwertiges Futter enthält keine Farb- und Zusatzstoffe, keinen Zucker, so wenig Konservierungsstoffe wie möglich, KEINE Sojaproteine, wenig Magnesium (<0.08%), wenig Phosphor (<1%) und keine Schlachtabfälle. Egal ob Dosenfutter oder Trockenfutter, für die optimale Ernährung Ihrer Katze ist die Qualität des Futters entscheidend. Für die Qualität des Futters ist neben der Zusammensetzung der Nährstoffe hauptsächlich die Qualität der verwendeten Protein (Eiweiß) Quellen ausschlaggebend. Hochverdauliches Futter spiegelt sich im wesentlich geringeren Futterbedarf und in der geringeren Kotmenge wieder und hier zeigt sich ein großer Unterschied zu Billigmarken die nur aus wertlosen Füllstoffen bestehen.
Langfristig werden die Nieren durch die Abbauprodukte von hochwertigem Protein wesentlich weniger belastet als bei qualitativ minderwertigen Inhaltsstoffen. Erschwerend kommt hinzu dass die Billigfuttersorten nahezu immer zur Geschmacksverstärkung mit Zucker angereichert werden, was die Zahngesundheit sehr belastet und im laufe der Jahre zu Diabetes bei der Katze führen kann.
Ein gutes und hochwertiges Futter ist für eine gesunde und optimale Ernährung der Katze sehr wichtig und wenn man die Folgekosten beim Tierarzt für die Spätschäden der Ernährungssünden mit einrechnet, dann kommt ein gutes Premiumfutter auf jeden Fall im Endeffekt wesentlich günstiger.
Verzichten Sie wenn möglich nicht völlig auf Trockenfutter, da durch das gründliche Kauen der Zahnsteinbildung vorgebeugt wird. So bleiben Ihrer Katze bis ins hohe Alter gesunde Zähne erhalten.

Die ernährungsbedingte Harngrieß – Problematik:

In den letzten Jahren häuften sich die Fälle von Harngrieß - Bildung, besonders bei kastrierten Katern. Dabei hält sich hartnäckig das Vorurteil, daran wäre eine ausschließliche Fütterung mit Trockenfutter schuld. Diese Katzen würden dann oft zu wenig trinken und so entstünden Harnsteine. Diese Behauptung ist falsch und so absolut nicht haltbar!

Für die Vermeidung von Harngrieß sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich:

1.) ein niedriger Gehalt von Magnesium und Phosphor. Harnsteine bestehen aus Magnesium-Ammonium-Phosphat. Enthält das Katzenfutter nur wenig dieser Stoffe können sich die feinen Kristalle im Harn gar nicht erst bilden.
2.) Eine Absenkung des Harn-pH-Wertes auf unter 6,6. Im Körper der Katze finden Abbau- und Verdauungsprozesse statt, die zu unterschiedlichen Endprodukten führen. Tierische Proteine (Eiweiße) werden so abgebaut dass der Harn angesäuert wird. Das ist positiv, denn im angesäuerten Harn können sich keine Harnsteine bilden. Man kann sich das in etwa so vorstellen, wie auch Kalk-Kristalle in einem Wasserkessel durch Essig aufgelöst werden.
Pflanzliche Proteine (Eiweiße) wie z.B. Soja führen dagegen zu basischem Urin, der Harnsteinbildung begünstigt. Darum erkranken Wildkatzen auch nicht an Harnsteinbildung - sie fressen ja auch keinen Sojabrei...
Billiges Futter enthält als Eiweißquelle meistens nur Fleisch in “homöopathischen” Mengen und dafür als Hauptanteil Soja-Eiweiß. Soja-Eiweiß kostet nur etwa ein Zehntel vom richtigen Fleisch, ist aber leider Hauptverantwortlich für Harngrießbildung!
Hochwertiges Trockenfutter enthält deshalb kein Soja und ist auch für Kater gut geeignet.

Leckerlis:

Jede Katze freut sich über Leckerlis, die man in den Tiergeschäften in allen möglichen Variationen und Geschmacksrichtungen kaufen kann. Nur bitte sparsam füttern, denn wie bei allen Naschsachen gilt auch hier - allzu viel ist ungesund...
Das Hauptproblem bei den Leckerlis ist der Zuckeranteil und nahezu 99% aller dieser Drops der bekannten Marktführer enthalten Zucker (nur eben in der Deklaration mehr oder weniger versteckt aufgeführt...)

 

Geeignete Getränke für Ihre Katze:

Der Katze sollte immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen, dabei ist zu beachten dass sich der Wassernapf möglichst nicht direkt neben dem Futter befinden sollte.
Freilebende Katzen folgen ihrem Instinkt und trinken nicht an einer Wasserstelle an der sich Beutereste befinden, da verwesendes Fleisch das Wasser verunreinigen würde.
Probieren Sie es aus, stellen Sie einen Wassernapf direkt neben die Futterschüssel und einen anderen Wassernapf in einen anderen Raum - welcher wird mehr benutzt...?
Milch ist generell sehr hochwertig, wenn es von der Katze vertragen wird. Leider bekommen die meisten Katzen durch den Milchzucker (Laktose) der in der Milch enthalten ist Durchfall. In diesen Fällen kann man auch ab und zu mit Wasser verdünnte Kondensmilch oder spezielle Katzenmilch aus dem Fachgeschäft anbieten.
Manche Katzen trinken leider sehr wenig Flüssigkeit aus dem Wassernapf und trinken dafür lieber fließendes Wasser aus dem Wasserhahn - was einen Katzenbesitzer natürlich vor große Probleme stellt, denn niemand will schließlich rund um die Uhr den Wasserhahn laufen lassen...
Hier gibt es nun inzwischen ein phantastische Lösung - den “Fresh-Flow” ein kleiner Trinkbrunnen speziell für Katzen, den man im guten Tierfachgeschäft kaufen kann.
Bei diesem Gerät sprudelt das Wasser von einer völlig geräuschlosen Pumpe angetrieben, über eine kleine Rampe in einen Wasserbehälter und das Wasser wird durch den zirkulierenden Kreislauf durch einen Aktivkohle-Filter geleitet, so dass das Wasser immer schön frisch bleibt.
Unsere Miezen lieben den Fresh-Flow heiß und innig und seit wir dieses Gerät haben trinken die Katzen alle merklich mehr Wasser. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist dass das übliche Geplansche am Wassernapf entfällt. Da im Fresh-Flow das Wasser immer sprudelnd in Bewegung ist, planschen die Coonies nun nicht mehr mit den Pfoten im Wasser herum, wie sie das im stehenden Wasser der normalen Wasserschüssel sonst immer gemacht haben.